Kooperationsprojekt mit der Technischen Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm

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Neue Technik, die Schüler und Lehrer begeistert – doch gibt es einen echten pädagogischen Mehrwert?

Wir waren uns schnell einig, dass die VR-Anwendung „Grundlagen der Elektrotechnik“, welche wir im Bereich Elektrotechnik auf Herz und Nieren testen durften, ziemlich realitätsnah die einzelnen Arbeitsabläufe bei der Verdrahtung einer Unterverteilung abbildet. Das klang sofort nach einer großartigen Möglichkeit, den Unterricht noch lebendiger zu gestalten.

Doch an welcher Stelle in der didaktischen Jahresplanung könnte die VR-Anwendung zum Einsatz kommen?

Da wir seit den letzten Jahren im Fachbereich Elektrotechnik ein Projekt in der 11. Jahrgangsstufe durchführen, bei dem Schülerinnen und Schüler eine Unterverteilung verdrahten, war die Antwort schnell gefunden: Die VR‑Simulation kann die Schülerinnen und Schüler bereits im Vorfeld mit der praktischen Aufgabe vertraut machen. So können sie sich in der analogen Werkstatt besser orientieren und konzentrierter arbeiten.

Wir machten uns an die Arbeit und entwickelten einen Lernzirkel, der die theoretischen Grundlagen aus den Jahrgangsstufen 10 und 11 (Personenschutz, Arbeitssicherheit, Funktionsweise von Schutzvorrichtungen) mit der VR-Anwendung in einer sogenannten VR-Station verbindet.

Um die Wirksamkeit dieser VR‑Station zu prüfen, haben wir parallel eine Kontrollgruppe gebildet, die den Lernzirkel ohne virtuelle Unterstützung durchlief und die Verdrahtung ganz klassisch auf dem Papier plante.

Das Projekt wurde von Prof. Dr. Sabine Fromm und Prof. Dr. Raphael Verstege von der Technischen Hochschule fachlich begleitet und ausgewertet. Ihr Beitrag war entscheidend für die methodische Qualität und die spätere Ergebnisinterpretation – dafür ein herzliches Dankeschön!

Anfang Mai wurden die letzten Verteiler – insgesamt nahmen 80! Schüler aus dem Elektrobereich teil-aufgebaut.

Unabhängig von den abschließenden Evaluationen der TH Nürnberg lässt sich bereits jetzt sagen, dass VR‑Brillen den Unterricht sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte bereichern.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten – besonders an die Technische Hochschule Nürnberg und das gesamte Kollegium im Elektrobereich!

Florian Zucker

   

geschrieben am 10.06.2026